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Smoothies – schlecht für die Zähne?

Smoothies für jeden Geschmack

Smoothies sind der Erfrischungstrend des Sommers. Ernährungsexperten sagen, dass der Mensch täglich fünf Portionen Obst und Gemüse essen soll. Mitten im Alltagsstress ist das allerdings gar nicht so einfach. Da kommt ein Smoothie oft wie gerufen: Mit einer kleinen Flasche lassen sich locker bis zu zwei Portionen der täglichen Ration abdecken, versprechen viele Hersteller. Genau das richtige für gestresste Büromenschen. Nur: Sind Smoothies tatsächlich so gesund wie es angegeben wird oder schaden sie den Zähnen?

Smoothies – die Wunderwaffe mit versteckten Risiken

Nicht jedes Essen, das als gesund angepriesen wird, ist auch gut für die Zähne. Smoothies sind zwar reich an Vitaminen, dennoch ist Vorsicht geboten: Insbesondere klassische Frucht-Säfte haben einen hohen Fruchtzucker- und Säuregehalt. Die verarbeiten Früchte enthalten Säuren, die die Zähne entkalken und Erosionsschäden hervorrufen. Die Zähne werden dadurch empfindlich und beginnen zu schmerzen. Doch nicht nur die Säure sondern auch der Fruchtzucker ist problematisch. Die Bakterien in der Mundhöhle bauen den Zucker zu Säure um, die Zähne werden demineralisiert, sodass sogar Karies entstehen kann. Dadurch wird vor allem der Zahnschmelz angegriffen.




Außerdem fällt beim Trinken das Kauen des Obstes weg, wodurch im Normalfall die Produktion von schützendem Speichel ausgelöst wird.
Um das Auftreten von Zahnschäden zu minimieren, sollten Smoothies nur in Verbindung mit einer der drei Hauptmahlzeiten verzerrt werden. Die Häufigkeit des Verzehres eines Smoothies sollte also bewusst reduziert werden. Auch aus zahnärztlicher Sicht eignen sich Smoothies nicht als Zwischenmahlzeiten. Es wird empfohlen, diese so sparsam wie Süßigkeiten zu konsumieren.

Zu viel Smoothie Genuss – was passiert mit den Zähnen

Um den Säuregehalt in der Mundhöhle nach dem Verzehr von Smoothies zu reduzieren, sollte ein zuckerfreies Kaugummi gekaut werden. Dadurch wird der Speichelfluss angeregt und die Zähne werden remineralisiert. Auch das Ausspülen des Mundes mit Wasser kann die Säure neutralisieren. Mit dem Zähneputzen ist es besser, mindestens 30 Minuten zu warten, um eine Zahnerosion nicht zu unterstützen. Wer dennoch nicht auf Smoothies verzichten und seine Zähne schützen will, sollte eher auf grüne Smoothies setzen oder säurearme Früchte verwenden. Zum Mixen empfehlen sich generell ausgereifte Früchte, da diese von Natur aus weniger Säure haben.

Zahnzusatzversicherung

Im Falle von Zahnbeschwerden und Zahnschmerzen, empfiehlt sich eine Kariesbehandlung. Bei Karies im Frühstadium sind lediglich an der Oberfläche der Zähne Veränderungen zu sehen, ein Loch ist noch nicht entstanden. In diesem frühen Stadium ist eine Behandlung durch den Zahnarzt nicht unbedingt nötig. Nichtsdestotrotz sollte dennoch auf eine verbesserte Mundhygiene und auf die vorhandenen Essgewohnheiten geachtet werden.

Bei Menschen, die sich viel von zuckerhaltigem Essen und zuckerreichen Getränken ernähren, besteht ein erhöhtes Risiko, dass sich Karies weiter ausbreitet. Bei einer bereits vorhandenen Karies ist die richtige Mundhygiene wichtig. Auch hier wird empfohlen, die Zähne nach jedem Essen zu putzen. Die Zahnpasta sollte außerdem Fluorid enthalten. Das hemmt unter anderem den Stoffwechsel der Bakterien und unterstützt zusätzlich die Remineralisierung der Zähne.




Eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung kann Schlimmeres abwenden

Um Karies komplett heilen zu können, müssen regelmäßige professionelle Fluoridierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Dazu werden zunächst alle Beläge, die sich auf den Zähnen angesammelt haben, vom Zahnarzt entfernt. Danach wird ein sogenanntes Fluoridlack auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Häufig erfolgt zusätzlich eine antibakterielle Behandlung. Dazu werden spezielle Spüllösungen oder Gele verordnet, die die Anzahl an Bakterien im Mund reduzieren sollen.

Auch nach einer Kariesbehandlung sollten regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt erfolgen, bei der die Karies beobachtet wird. Im besten Fall ist das Karies durch diese Maßnahmen bereits gestoppt worden und die zuvor abgebauten Mineralien können wieder durch Bestandteile des Speichels ersetzt werden.
Auch eine Behandlung des Zahnschmelz kann notwendig sein. Der Zahnschmelz kann sich sowohl mechanisch als auch durch den Einfluss von Säuren abnutzen. Ursachen können ein zu kräftiges Bürsten beim Zähneputzen oder aber eine zu säurelastige Ernährung sein.

Zahnzusatzversicherung

Sobald der Zahnschmelz abgenutzt ist, kann er nicht mehr wiederhergestellt werden. Abgenutzter Schmelz kann Schmerzen am Zahn auslösen. Diese zeigen sich insbesondere beim Kontakt mit Wärme, Kälte oder Säure. Häufig treten derartige Schmerzen im Bereich der Zahnhälse auf, die durch einen Rückgang des Zahnfleischs oder eine Abnutzung des Zahnschmelzes frei gelegt wurden. Auch die Zahnhälse müssen dann professionell mit Fluorid behandelt werden.

Rezept für gesunde Smoothies mit wenig Säuregehalt

1 Banane
eine handvoll Spinatblätter
Grünkohl
½ Apfel
eine Handvoll Feldsalat

Über den Autor

Dr. Budde

Als großer Fan gesunder Ernährung und begeisterter Smoothie-Trinker, beschäftige ich mich schon seit Längerem mit diesem Thema. Auch viele meiner Patienten leben einen gesunden Lebensstil und kamen in letzter Zeit häufig mit Zahnbeschwerden in meine Praxis.

Aufgrund dessen beschloss ich schließlich einige Recherchen hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Zahnproblemen und einer Ernährung mit viel Obst und Gemüse nach zu gehen. Dies führte mich schlussendlich auf die Problemstellung der Smoothies. Auch meinen Patienten rate ich daher, Smoothies achtsam zu genießen.

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About the author

Lars Christian Budde

Die Zahnarztpraxis Budde & Mattsson führt ein großes Spektrum zahnärztlich-chirurgischer Maßnahmen ambulant (in der Praxis) durch. Sowohl fachlich als auch technisch wird auf höchstem Niveau gearbeitet und auf Vertrauen durch Qualität, Fachkompetenz durch stetige Fortbildung und Service gesetzt – ausführliche Informationen und offene Gespräche sind selbstverständlich.

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