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Zahnfleischentzündung – Was kann ich tun

ZahnfleischentzündungMangelhafte Mundhygiene ist oftmals der Grund für das Auftreten einer Zahnfleischentzündung. Tritt zudem noch Zahnfleischbluten auf, könnten Sie unter Parodontitis leiten, was im schlimmsten Fall zu Zahnausfall führen kann.

Trotz guter Zahnpflege kann es es zu einem vermehrten Zahnbelag (Plaque) am Zahnfleischrand und auf den Oberflächen der Zähne kommen.

Als Leitsymptome für eine Zahnfleischentzündung gelten leicht blutendes und gerötetes Zahnfleisch sowie Schwellungen im Kieferbereich.

Wie kann eine Zahnfleischentzündung erkannt werden?

Gesundes Zahnfleisch ist rosa, ein entzündetes Zahnfleisch weist hingegen eine dunkelrote Farbe auf. Allein aufgrund der Farbe kann jedoch eine Zahnfleischentzündung nicht festgestellt werden, da sich die natürliche Zahnfleischfarbe von Mensch zu Mensch unterscheidet. Insbesondere in der Anfangsphase verursacht eine Zahnfleischentzündung kaum oder gar keine Schmerzen und bleibt daher lange unbemerkt.

Eine chronische Zahnfleischentzündung hingegen macht sich durch Schmerzen bemerkbar, die bis in die Zähne ausstrahlen können. Das Zahnfleisch ist in diesem Fall stark angeschwollen und neigt zu schnellem Bluten.

Auch kann es in diesem Stadium zu einer eitrigen Zahnfleischentzündung kommen. Hierbei tritt Eiter aus dem Zahnfleisch und Zahnfleischtaschen, was zu Mundgeruch und einem unangenehmen Geschmack im Mundraum führen kann.

Eine sichere Möglichkeit, um eine starke Zahnfleischentzündung möglichst früh erkennen zu können, sind Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt. Sollten Sie Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung sein, haben Sie zweimal jährlich Anspruch auf eine allgemeine zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung, bei der Zahnfleisch und Zähne vom Zahnarzt genau untersucht werden.

Ursachen für eine Zahnfleischentzündung Neben mangelhafter Mundhygiene existieren weitere Faktoren, welche die Entstehung einer Entzündung des Zahnfleisches begünstigen können. Hierzu zählen beispielsweise Schwankungen des Hormonspiegels im Laufe der Schwangerschaft oder auch ein Mangel an Vitamin C. Selbst bestimmte Medikamente gegen Bluthochdruck können das Auftreten einer Zahnfleischentzündung begünstigen. In verschiedenen Fällen können auch mechanische Reizungen, wie etwa das Putzen der Zähne mit einer zu harten Zahnbürste, als Ursache für eine Zahnfleischentzündung in Frage kommen. In diesem Fall können Sie beobachten, ob die Reizungen des Zahnfleisches nach dem Einsatz einer sanfteren Bürste zurückgehen. Sollte sich das Problem nicht lösen, sollten Sie unbedingt den Weg zum Zahnarzt wagen. Nur dieser kann letztlich sicher diagnostizieren, ob sich die Symptomatik durch eine akute Zahnfleischentzündung erklären lässt. Welche Folgen kann eine Zahnfleischentzündung haben? Die überwiegende Mehrheit der Menschen leidet regelmäßig oder zumindest zeitweise unter einer Zahnfleischentzündung. Diese muss nicht zwangsläufig zu weiteren gesundheitlichen Problemen führen. In manchen Fällen kann sie jedoch ungehindert voranschreiten und sich zu einer Entzündung des Zahnhalteapparates ausweiten. Begünstigende Faktoren sind hierbei Vitaminmangel, erbliche Faktoren und Störungen des Immunsystems.

Zahnfleischentzündung Behandlung?

Grundsätzlich existieren verschiedene Mittel gegen Zahnfleischentzündung, die zumindest kurzzeitig Abhilfe verschaffen können. Wenn Zahnfleischentzündungen jedoch regelmäßig oder chronisch auftauchen, sollte man über die Qualität der persönlichen Mundhygiene nachdenken.

Professionelle Zahnreinigung Eine solche Zahnreinigung wird von Zahnärzten zweimal jährlich empfohlen. Sie wird entweder vom Zahnarzt selbst oder von einer Prophylaxe-Assistentin in der zahnärztlichen Praxis durchgeführt. Die Kosten hierfür werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und variieren zwischen 40 und 150 Euro. Auch wenn sich eine Zahnfleischentzündung bereits ausgeweitet haben sollte, wird der Zahnarzt zunächst immer eine professionelle Zahnreinigung empfehlen. Auf dieser aufbauend können Sie eine bessere Mundhygiene erzielen, was letztlich die Auftretenswahrscheinlichkeit von Zahnfleischentzündungen reduzieren kann.

Antibakterielle Mundspülungen Vor allem bei akuten Zahnfleischentzündungen sind Mundspülungen sehr wichtig, denn allein mit der Zahnbürste werden Sie niemals alle Zwischenräume und schon gar nicht unter den Zahnfleischrand gelangen können. Bei der Behandlung von Zahnfleischentzündungen sind vor allem Mundspülungen mit Chlorhexidin sehr empfehlenswert. Durch diese kann die Anzahl der Bakterien im Mundraum und in den Zahnzwischenräumen deutlich gesenkt werden. Mundspülungen mit Fluorid wirken ebenfalls antibakteriell. Als weitere Möglichkeiten kommen Wasserstoffperoxid und Triclosan in Frage.

Zahnfleischentzündung Homöopathie Eine Zahnfleischentzündung sollte auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Sollte sie sich immer mehr verschlimmern, wird Ihnen Ihr Zahnarzt unter Umständen Medikamente oder Antibiotika verschreiben, die über ihre eigenen Nebenwirkungen verfügen. Jedoch bietet auch die Homöopathie alternative Möglichkeiten zur Behandlung von Zahnfleischentzündungen an. Ganzheitlich arbeitende und denkende Zahnärzte beispielsweise können Ihnen in diesem Fall eine geeignete Globuli-Therapie verordnen. Auch Salben Zahnfleischentzündung auf natürlicher Basis können Linderung bei Zahnfleischproblemen verschaffen. Sie können sich hierzu in Ihrer Apotheke oder beim Zahnarzt beraten lassen, welche Hilfe bei Zahnfleischentzündung für Sie am ehesten in Frage kommt.

Titan-Implantate Seit einigen Jahren werden immer häufiger Titan-Implantate eingesetzt. Bis heute gilt Titan als besonders körperverträgliches Material. Mittlerweile zieht die Fachwelt jedoch in Erwägung, dass in Einzelfällen eine Unverträglichkeit gegenüber Titan vorkommen kann, denn schließlich handelt es sich immer noch um ein körperfremdes Material. Das Immunsystem greift dieses an und könnte zu einer Zahnfleischentzündung führen. In diesen Fällen kann nur der Umstieg auf Keramik-Implantate helfen.

Das Vermeiden von Zucker und Säure Im Falle einer akuten Zahnfleischentzündung und um Zahnfleischentzündungen vorzubeugen, sollten Sie möglichst darauf achten, zuckerhaltige Speisen und Getränke nur in Maßen zu sich zu nehmen. Durch Zucker wird der Zahnschmelz angegriffen und bietet Bakterien eine entsprechend gute Grundlage, um sich festzusetzen und zu vermehren. Auch säurehaltige Getränke, wie beispielsweise Fruchtsäfte oder Weine, können den Zahnschmelz angreifen, weshalb Sie auch diese nur in Maßen genießen sollten. Neben einer gründlichen Pflege des Zahnfleisches und einer regelmäßigen Reinigung der Zähne handelt es sich hierbei um eine gute Strategie, um Zahnfleischentzündungen vorzubeugen.

Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung

Selbstverständlich kennt auch die Homöopathie verschiedene Mittel, die gegen Zahnfleischentzündung helfen. Unabhängig von den Zahnfleischentzündungsursachen können Lösungen mit Zinn- oder Johanniskraut, sowie Walnussblättern zum Einsatz kommen.

Hierbei sollten Sie einen gehäuften Teelöffel nehmen und diesen mit kochendem Wasser übergießen. Die Mischung lassen Sie dann für 30 Sekunden ziehen und gurgeln mehrmals täglich damit.

Wenn blutende Stellen schon deutlich zu sehen sind und Sie unter Zahnfleischentzündung Schmerzen leiden sollten, können Sie die betroffenen Stellen direkt mit einer Tinktur aus Blutwurz behandeln.

Hierfür tauchen Sie ein Ohrstäbchen in die Flüssigkeit und geben diese nach dem Gurgeln und Zähneputzen auf die empfindliche Stelle.

Die genannten Mittel können auch für Zahnfleischentzündung bei Kindern eingesetzt werden.

Wenn Sie bei der Zahnfleischentzündung Schmerzen haben, sollten Sie auf jeden Fall Nikotin meiden. Dies kann die Entzündung noch weiter verschlimmern, was die Behandlung der Zahnfleischentzündung schwieriger gestalten wird.

Empfehlung

Damit Sie nie Probleme mit Ihrem Zahnfleisch oder gar eine Zahnfleischentzündung bekommen, ist es empfehlenswert, die Zähne mit einer Ultraschallzahnbürste zu putzen. Dadurch wird einer Zahnfleischentzündung nicht nur vorgebeugt, sondern bei bestehender Entzündung werden die Bakterien zwischen Zahn und Zahnfleisch sogar eliminiert.

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6 Kommentare auf “Zahnfleischentzündung – Was kann ich tun”

  1. Ramona K sagt:

    Vielen Dank für den klasse Beitrag, hier steht wirklich vieles nützliches zusammengefasst drin!!
    Hatte lange Zeit mit dem Thema Zahnfleischentzündungen zu tun :( das war keine schöne Zeit.
    Habe von meiner Apothekerin damals das Mund-Gesund Fluid empfohlen bekommen und ich muss das sagen, dass es top geholfen hat. Habe jetzt keine Probleme mehr.
    Enthalten ist da Teebaumöl, Melissenöl, Eucalyptusöl u.a. also rein pflanzlich.

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  2. […] für die Linderung der Symptome gibt die folgende kleine Übersicht.Die Ursachen der Zahnfleischentzündung (lat. Gingivitis) sind vielseitig. Leider ist die Entstehung der auslösenden Bakterienherde […]

  3. Patricia Winter sagt:

    Hab trotz teurer Zahnbürste und regelmäßiger professioneller Zahnreinigung voll die fiese Zahnfleischentzündung. Kamillesalbe in Apotheke gekauft, aber hilft wenig. Aber Salbe mit mehr Power nur vom Zahnarzt. Das nervt.

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    • Zahni sagt:

      Hallo Patricia,
      hast du es schon mal mit einer Ultraschallzahnbürste versucht? Ich selbst putze mir mindestens einmal am Tag mit einer Ultraschallzahnbürste die Zähne, da durch den Ultraschall auch Bakterien bis zu einem Zentimeter in die Tiefe beseitigt werden. Das ist mit einer normalen oder auch elektrischen Zahnbürste nicht möglich. Probiere doch einfach mal eine Ultraschallzahnbürste aus. Kannst sie ja wieder zurückgeben, wenn du unzufrieden bist oder es nicht hilft.

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  4. Antonia Wahl sagt:

    Schade, dass Sie nicht ein wenig mehr Informationen über Hausmittel in dem Beitrag zusammengetragen haben. Hier könnten sicher noch viel mehr Mittelchen zur Erwähnung kommen. Jüngste Forschungen sollen wohl viel Gutes über Aloe vera herausgefunden haben..
    http://www.zahnersatz.de/news/artikel/spuelen-mit-aloe-vera/

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    • Zahni sagt:

      Hallo Antonia,

      danke für den nützlichen Tipp. Ich selbst trinke auch Aloe Vera. Es ist schon erstaunlich, welche positiven Wirkungen die Pflanze hat. Aber die Studie, über die hier berichtet wird, kannte ich noch nicht. Wichtig dabei ist aber sicherlich, dass es qualitativ hochwertiges Aloe Vera ist.

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