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Wie viele Zähne hat ein Mensch?

Wieviel Zähne hat ein Mensch

Wieviel Zähne hat ein Mensch

32 Zähne hat ein Mensch ist die richtige Antwort. Hätten Sie’s gewusst?

Falls ja, könnten Sie auch aus der Kalten aufzählen, welche Arten von Zähnen ein Mensch hat und wie viele von jeder Sorte man besitzt? Wer jetzt ins Stocken gerät, darf beruhigt sein: in diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige rund um das Thema Zahn und Zahngesundheit. Wie viele Zähne hat ein Mensch wurde ja schon verraten. Aber es gibt noch viel mehr wissenswertes zu diesem Thema.

Lektion 1:

Anatomie

Zurück zur ersten Frage: „Wie viele Zähne hat ein Mensch“ – denn da fängt alles an. Der Mensch besitzt also im Normalfall 32 Zähne, mithilfe derer er Nahrung aufnehmen, zerteilen und zerkleinern kann. Eine kleine Zusatzinfo: auch zum Sprechen werden Zähne genutzt, insbesondere zur Bildung einiger s-Laute. Fallen die Weisheitszähne weg, weil sie beispielsweise entfernt wurden oder gar nicht vorhanden waren, reduziert sich die Zahl auf 28.

Klassifizierung durch Zahnformel

Um jedem einzelnen Zahn einen bestimmten ‚Namen‘ zu geben, der seine Position im menschlichen Gebiss angibt, wurde die sogenannte ‚Zahnformel‘ eingeführt. Eine zweistellige Nummer beschreibt anhand der ersten Zahl den Quadranten, in dem sich der Zahn befindet, und mit der zweiten Zahl seine Position in der Zahnreihe. Somit werden die Zahlen 11-18, 21-28, 31-38 und 41-48 vergeben.

Diese Zähne hat ein Mensch – Von Quadranten bis ‚Achter‘

Quadranten bezeichnen ‚Kieferviertel‘. Gedanklich wird das Gebiss einmal horizontal in Ober- und Unterkiefer, einmal vertikal in linken und rechten Kieferteil unterschieden. Im Uhrzeigersinn wird der rechte Oberkiefer als erster Quadrant bezeichnet, der linke als zweiter, der linke Unterkiefer als dritter und der rechte als vierter Quadrant. Von der Mitte (den Schneidezähnen) aus bekommt jeder Zahn pro Seite eine Nummer von 1 bis 8. Das erklärt auch, weshalb Weisheitszähne gelegentlich als ‚Achter‘ bezeichnet werden.

  • Karotten lieber nicht mit Schneidezähnen abbeißen

Je nach Form besitzt jeder Zahn eine eigene Funktion. Schneidezähne (auch Incisivi genannt) befinden sich mit jeweils 4 Stück am Ober- und Unterkiefer ganz vorn am Gebiss und ‚zerschneiden‘ die Nahrung. Die Eckzähne (Canini) sind zum ‚Zerreißen‘ geeignet, die Backenzähne (Prämolaren) wiederum zum Zerkleinern. Die Mahlzähne (Molaren) sind selbsterklärend. Für langanhaltende Zahngesundheit ist die Verwendung nach Funktion wichtig: Schneidezähne für Zähes (wie z.B. Fleisch), Eck- und Backenzähne für besonders Hartes wie Karotten.

  • Das Gebiss verändert sich im Laufe des Lebens

Wer trotz regelmäßigen Zähneputzens und Beachtung der eben erklärten ‚Verwendung nach Funktion‘ im Alter Zahnschmerzen oder Zahnempfindlichkeit zu beklagen hat, braucht sich keine mangelhafte Zahnfürsorge vorzuwerfen. Altersbedingter Zahnschmelzabbau durch (Frucht-)Säuren sowie Abnutzung und Abreibung sind ganz normale Erscheinungen, die dazu führen, dass der Zahn an Härte verliert. Dies sollte allerdings auf keinen Fall mit dem Zahnschmelzabbau durch Zahnbelag verwechselt werden.

Was gesunden Zähnen schaden kann

Wer große Acht auf die tägliche Mundhygiene gibt, läuft kaum Gefahr, unter Kariesbefall zu leiden. Umgekehrt besteht allerdings großes Risiko für diejenigen, die das tägliche Zähneputzen morgens und abends vernachlässigen. Außerdem wirkt sich ein übermäßiger Verzehr zuckerhaltiger Lebensmittel und Getränke negativ aus – besonders vor dem Schlafengehen, denn während des Schlafes wird nur vermindert Speichel produziert. Dieser sorgt normalerweise dafür, dass Bakterien und Fruchtsäuren aus dem Mundraum ‚herausgewaschen‘ werden.

Zahnpflege brauchen schon die Kleinsten

Wenn sich bei Kindern die ersten Zähne zeigen, sollte mit Zähneputzen angefangen werden. Besonders geeignet (auch für die Großen) ist dabei fluoridhaltige Zahnpasta. Sie hilft, die Zähne zu remineralisieren. Eltern sollten generell besonderes Augenmerk auf die Zahngesundheit ihrer Kinder legen, denn obwohl die Milchzähne durch die weniger empfindlichen bleibenden Zähne ersetzt werden, müssen auch sie stets gepflegt werden. Durch die viel dünnere Zahnschmelzschicht neigen Milchzähne eher zu Kariesbefall und Plaque.

Welche Nahrungsmittel schaden gesunden Zähnen?

Unschwer zu erraten, stehen zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke ganz oben auf der Liste. Dazu gehören süße Pralinen und Schokolade genauso wie Säfte und Limonaden. Eine weitere wichtige Rolle spielen abbaubare Kohlenhydrate, die z.B. in Kartoffeln, Reis, Nudeln und Brot vorkommen und ebenfalls zur Demineralisierung der Zähne beitragen. Um Zahnbelag zu verhindern, kann mit xylitolhaltigem und zuckerfreiem Kaugummi (Kaugummi ohne Aspartam) übermäßiger Säurebildung durch Bakterien im Mundraum entgegengewirkt werden.

Käse, Milch und Zuckerersatz können Karies vorbeugen

Wer kein großer Fan von (zuckerfreien) Kaugummis ist, kann auch mit anderen Lebensmitteln den säurebildenden Bakterien den Kampf ansagen. Käse zum Beispiel fördert den Speichelfluss und kann dadurch, am Ende einer Mahlzeit verspeist, helfen, die Säurebildung aus kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln zu verhindern. Außerdem enthält Käse genau wie Milch Phosphat, Kasein und besonders Kalzium, das den Zahnschmelz härtet und einer Demineralisierung entgegenwirkt.

Für langanhaltende Zahngesundheit sorgt eine gute Zahnbürste

Letztendlich ist und bleibt die tägliche Zahnpflege der Schlüssel zum Erfolg einer langewährenden Zahngesundheit und Mundhygiene. Wie viele Zähne ein Mensch zu putzen hat ist egal, Hauptsache sie werden mindestens 2 mal am Tag geputzt. Dabei spielen Zahnpasta und Zahnbürste eine entscheidende Rolle. Bei der am besten geeignetsten Zahnbürste geht der Trend in letzter Zeit hin zur elektrischen Zahnbürste, die auf jeden Fall durch ihre feinen Drehbewegungen besticht. Wer sich für den Kauf einer solchen entscheidet, kann sich hier nach einem passenden Gutschein umsehen, um sogar noch etwas Geld zu sparen.

Lektion 2:

Form und Substanz von Zähnen

Was macht Zähne so widerstandsfähig, wie genau sind sie im Mundraum verankert und was bedeutet es eigentlich, einen „kaputten Zahn“ zu haben? In Lektion 2 dreht sich jetzt alles um die Frage „Was macht den Zahn eigentlich zum Zahn?“

Nachdem im ersten Teil bereits die grundsätzlichste Frage „Wieviele Zähne hat ein Mensch?“ beantwortet wurde – zur Erinnerung: 32 im Normalfall, 28 ohne Weisheitszähne –, sollen diesmal Form und Substanz der Zähne im Vordergrund stehen. Dabei besonders wichtig: warum Zähne überhaupt unterschiedliche Formen haben, wieso Zahnschmelz so wichtig ist und wie man sich seine Zahngesundheit erhält. Schließlich hat kein Mensch gern ungepflegte, verfärbte oder gar von Karies befallene Zähne.

Um Form und Funktion der Zähne im menschlichen Gebiss zu verstehen, führt an der Kenntnis anatomischer Gegebenheiten kein Weg vorbei. Wie in „Wieviel Zähne hat der Mensch“ schon erklärt, ergibt sich das verschiedenartige Aussehen aus den unterschiedlichen Funktionen (reißen, schneiden, zerkleinern) der Zahnarten. Doch was man beim Blick in den Mund sieht, ist noch lange nicht der komplette Zahn, sondern lediglich die Zahnkrone.

Aufbau der Zähne bis zur Wurzel

Ein Zahn besteht aus jeweils drei Abschnitten und Schichten. Abgesehen von der Krone (dem äußerlich sichtbaren Teil) besitzt er einen Zahnhals (der Abschnitt, in dem der Zahn ins Zahnfleisch übergeht) und eine Zahnwurzel (einige Zähne haben nur eine, andere haben mehrere Wurzeln). Zu den Schichten gehört als oberste der allseits bekannte, harte Zahnschmelz, gefolgt vom etwas weniger harten Zahnbein und im Inneren dem weichen, empfindlichen Zahnmark.

Auch die Umgebung des Zahnes besteht aus unterschiedlichen Schichten, die ihn sicher und fest im Mundraum verankern. Um zu verhindern, dass ein Zahn einfach „herausfallen“ kann, wird der Parodontium genannte Zahnhalteapparat durch Zahnfleisch, Wurzelzement, Wurzelknochen und Alveolarknochen gehalten. Das Zahnfleisch funktioniert dabei als eine Art Abdichtung, um die Zahnwurzel beispielsweise vor Säuren zu schützen. Darunter befindet sich der Alveolarknochen, der das „Zahnfach“ bildet, in dem der Zahn gehalten wird.

Der Wurzelknochen, ein Bindegewebe, liegt zwischen Alveolarknochen und dem sogenannten Wurzelzement, welches die Zahnwurzel wie eine Hülle umschließt, und gibt dem Zahn im Kiefer einen stabilen, aber auch elastischen Halt. Am besten kann man sich Wurzelknochen und –zement als die beiden Seiten eines Klettverschlusses vorstellen. Ohne Zement könnte die Zahnwurzel nicht am Knochen halten; umgekehrt „klebt“ das Zement ohne Wurzelknochen aber auch nicht am Alveolarknochen.

Je nach Form und Art können Zähne, abhängig von ihrer Position im Kiefer, ein bis drei Wurzeln haben. Die schaufelförmigen Schneidezähne besitzen genau wie die zweihöckrigen Prämolaren und Eckzähne nur eine Wurzel, bei letzteren ist sie allerdings wesentlich kräftiger ausgebildet. Eine Ausnahme bilden auch die ersten oberen, zweiwurzeligen Prämolaren. Die Molaren schließlich weisen gewöhnlich vier Höcker auf, der erste untere hingegen fünf. Sie sind aber ausnahmslos immer dreiwurzelig.

Was tun bei Zahnschmelzabbau?

Die häufigste Ursache für Zahnschmelzabbau ist (neben Zähneknirschen und häufigem Erbrechen) der übermäßige Verzehr von säurehaltigen Nahrungsmitteln. Schon durch den Verzicht auf Limonaden, Soft- und Sportdrinks kann Zahnschmelzabbau vorgebeugt werden. Ist es allerdings einmal zu einem Kariösen Defekt gekommen, merkt der Betroffene dies meistens erst, wenn bereits das Dentin oder im schlimmsten Fall sogar das Zahnmark befallen ist.

Die Ursache liegt in der Substanz Zahnschmelz. Er besteht beinahe komplett aus dem anorganischen Bestandteil Hydroxylapatit und den Spurenelementen Fluor und Magnesium. Da der Schmelz nicht von Nervenfasern durchzogen ist, wird dessen Abbau oft gar nicht wahrgenommen. Und obwohl er härter als Knochen ist, bleibt er doch anfällig für Säuren. Schließlich ergibt sich noch ein weiteres Problem: Zahnschmelz wächst nicht nach und kann nicht ersetzt werden.

Ist ein Zahn (oder gleich mehrere) allerdings bereits von Bakterien befallen, die sich durch den Zahnschmelz und das Dentin (das Zahnbein) bis ins Zahnmark gefressen haben, hilft auch kein Fluorid mehr – da muss der Zahnarzt ran. Er braucht spezielle Dentalgeräte zur Behandlung des Patienten, um den befallenen, kaputten Teil herauszubohren und zu füllen. Das verhindert, dass der Zahn gezogen werden muss, befreit ihn von Karies und macht ihn wieder widerstandsfähig.

Zahnschmerzen nicht auf die lange Bank schieben

Den meisten dürfte diese Prozedur Horrorvorstellungen bereiten. Doch von selbst verschwinden Zahnlöcher nicht, sondern verschlimmern sich nur. Deshalb sollte bei Zahnschmerzen sofort ein Termin gemacht werden. Viele Zahnärzte sind besonders auf Angstpatienten spezialisiert und erklären das Vorgehen bei der Behandlung von Zahnlöchern gern in Ruhe und unverbindlich. Oft hilft auch das Wissen um eine örtliche Betäubung, die dafür sorgt, dass der Patient keinen Schmerz spürt.

Um es gar nicht erst zu Kariesbefall kommen zu lassen, ist vor allem eins wichtig: regelmäßige Pflege. Unabhängig von den genetischen Gegebenheiten, die Zähne besonders anfällig für Karies machen können, sollte jeder Einzelne sein Möglichstes tun, seine Zahngesundheit zu erhalten. Dazu gehört das Zähneputzen mindestens zweimal am Tag sowie Zahnpflege mit Zahnseide, jährliche Kontrollbesuche (bei Kindern halbjährlich Prophylaxe) beim Zahnarzt und Verzicht auf übermäßig zucker- und säurehaltige Lebensmittel.

Fazit:

Zahngesundheit zahlt sich aus

Zur Zahnpflege gehört kein großer Zauber, aber was zählt, ist Beständigkeit. Gesunde Zähne zu erhalten braucht Hingabe. Kaputte, ungepflegte Zähne wieder schön und gesund zu machen dauert allerdings noch viel länger und ist in den schlimmsten Fällen gar nicht mehr möglich. Deshalb bei der täglichen Zahnpflege immer im Hinterkopf behalten: „Vorsorge ist besser als Nachsorge!“

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Zahni

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