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Entzündetes Zahnfleisch ist geschwollen und geht zurück

Zahnfleischrückgang

Entzündetes Zahnfleisch und Zahnfleischrückgang

Viele Menschen haben zwar gesunde Zähne, aber immer wieder Probleme mit ihrem Zahnfleisch. Ist das Zahnfleisch geschwollen oder wird entzündetes Zahnfleisch festgestellt, sind das deutliche Signale für akuten Handlungsbedarf.

Stellt der Arzt die Diagnose Zahnfleischrückgang“, muss umgehend mit einer entsprechenden Behandlung begonnen werden. Jedes dieser Signale sollte ernstgenommen und keinesfalls ignoriert werden, da im schlimmsten Fall Zahnverlust droht.

Erste Anzeichen dafür, dass das Zahnfleisch geschwollen und entzündet ist, sind dunkelrote Stellen im Zahnfleisch, der Zahnfleischrand ist oftmals ebenfalls gerötet und erhaben, also angeschwollen. Beim Zähneputzen reagiert das Zahnfleisch schon auf relativ leichten Druck und beginnt zu bluten.

Das sind sichere Anzeichen für eine Parodontitis (bakterielle Zahnfleischentzündung). Wird nichts dagegen unternommen, werden Sie schon bald eine weitaus unangenehmere Diagnose von Ihrem Zahnarzt zu hören bekommen: Das Zahnfleisch geht zurück! Jetzt wird es kritisch.

Was Zahnfleischschwund bewirkt

Die bakterielle Zahnfleischentzündung, medizinisch Parodontitis und umgangssprachlich Parodontose genannt, ist die Folge einer bakteriellen Entzündung, die langfristig gesehen den Zahnhalteapparat schwächt oder zerstört.

Wird die Mundpflege nicht ernst genommen und vernachlässigt, bildet sich Plaque. In diesen gelblichen, klebrigen Zahnbelägen können sich Bakterien (davon haben wir etwa 500 unterschiedliche in unserer Mundhöhle) explosionsartig vermehren.

Bei einer länger bestehenden Gingivitits (Zahnfleischentzündung), die noch reparabel wäre, wird die Entzündung irgendwann vom Zahnfleisch auf den Kieferknochen übertragen. Dieser hält die Zahnwurzel normalerweise fest verankert.

Es bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich die Bakterien vermehren und verstecken. Hier kommen wir mit Zahnbürste und Zahnpasta nicht mehr hin. Durch sogenannte Toxine (Bakteriengiftstoffe) wird eine Zahnfleischentzündung ausgelöst.

Das gereizte Zahnfleisch blutet beim Zähneputzen. Im weiteren Verlauf können sich die Zähne lockern und sogar wandern. Geht das Zahnfleisch ohne Behandlung noch weiter zurück, findet der Zahn bald keinen Halt mehr und fällt aus – eine unschöne Zahnlücke bleibt zurück!

Sympome einer Parodontitis können sein:

  • Zahnfleischbluten beim Putzen
  • Empfindliches oder rotes, geschwollenes Zahnfleisch
  • Zurückgebildetes Zahnfleisch
  • Mundgeruch
  • Lockere Zähne
  • Aus Zahnfleischtaschen tretendes Sekret
entzündetes Zahnfleisch

Zahnfleisch ist geschwollen und geht zurück

Was getan werden muss, um entzündetes Zahnfleisch zu heilen

Wenn das Zahnfleisch schmerzt, sagt uns der Körper (wie bei Schmerzen allgemein), dass etwas nicht stimmt. Ursachen hierfür gibt es mehrere, die Folge ist meist eine Entzündung.

Zahnfleisch braucht regelmäßige Pflege, genauso wie die Zähne selbst.

In den Zahnzwischenräumen bleiben Speisereste zurück, die den Bakterien im Mund einen guten Nährboden liefern, um sich rasch zu vermehren – und letztendlich sicht- und spürbaren Schaden anzurichten. Sie greifen an, das Zahnfleisch entzündet sich.

Eine falsche Putztechnik oder die Verwendung einer zu harten Zahnbürste kann ebenfalls die Ursache für zurückgehendes Zahnfleisch sein. Eine falsche Zahnbürste oder eine falsche Putztechnik (das Zahnfleisch wird weggeschrubbt, statt vom Zahnfleisch zu den Zähnen zu putzen) kann geschwollenes Zahnfleisch verursachen.

Eine schlechte, mangelhafte Ernährung kann ebenfalls zum Anschwellen des Zahnfleisches, also einer ernstzunehmenden Zahnfleisch Erkrankung führen. Deshalb ist es auch im Hinblick auf die Gesunderhaltung des Zahnfleisches wichtig, auf eine gesunde, ausgewogene und vor allem vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung zu achten.

Verwenden Sie eine scharfe Zahnpaste oder eine intensive Mundspülung? Verbannen Sie sie lieber aus ihrem Schrank. Sie tun der Mundflora damit keinen Gefallen. Sie kann dadurch dauerhaft geschädigt und im ungünstigsten Falle sogar zerstört werden.

Viel besser ist es, milde Mundpflegeprodukte zu nutzen. Wenn das Zahnfleisch juckt oder schmerzt, sollten Sie auch in Erwägung ziehen, dass die Ursache hierfür möglicherweise in einer schlecht sitzenden Prothese, einer Schwangerschaft oder einer Virus-/Pilzinfektion zu suchen ist.

Zahnfleisch geschwollen – eine Gingivitis droht

Ist das Zahnfleisch angeschwollen, ist es in der Regel weicher, rot verfärbt und bereitet Schmerzen. Um die tatsächliche Ursache dafür herauszufinden, ist ein Zahnarztbesuch unvermeidbar. Anhand der Diagnose wird dann ein Therapieplan erstellt, um die Zahnfleischentzündung in den Griff zu bekommen. Nachstehend werden die unterschiedlichen Zahnfleischerkrankungen und ihre Ursachen genauer beschrieben.

Diese Art der Erkrankung des Zahnfleischs kann akut sowie chronisch verlaufen. Ist die Entzündung akut, sind geschwollenes Zahnfleisch, Rötungen sowie die Absonderung eiweißreicher Flüssigkeit verlässliche Anzeichen. Diese eiweißreiche Flüssigkeit stammt aus einer entzündlichen Exsudation. Bakterien sind die Hauptursache. Die Gingivitis kann ohne Behandlung in eine Parodontitis übergehen.

Hilfe, das Zahnfleisch geht zurück

Vom Rückgang des Zahnfleisches müssen nicht zwangsläufig alle Zähne betroffen sein. Es kann sich auch nur an einzelnen Zähnen zurückbilden.

Hauptursachen für diese Art der Erkrankung sind entzündetes Zahnfleisch, falsches Zähneputzen oder eine funktionell bedingte Überbelastung der Zähne. Doch es gibt noch weitere Gründe, warum das Zahnfleisch mehr und mehr zurückgeht.

Rauchen kann ebenfalls einen Zahnfleischrückgang begünstigen. Durch das Rauchen werden Abwehrkraft und Durchblutung des Zahnfleisches (Gingiva) vermindert. Bakterien können sich schneller vermehren. Das Zahnfleisch entzündet sich und kann sich über mehrere Jahre hinweg langsam zurückziehen. Übrigens: Raucher haben im Vergleich mit Nichtrauchern ein erhöhtes Risiko, an Parodontitis zu erkranken.

Diabetiker können unter Zahnfleischschwund leiden, wenn der Blutzuckerspiegel falsch eingestellt ist. Hier besteht auch ein direkter Zusammenhang mit dem Immunsystem.

Hormonelle Veränderungen, wie sie bei einer Schwangerschaft entstehen, können ebenfalls Auswirkungen auf Zähne und Zahnfleisch haben. Durch die weichere Mundschleimhaut kann das Zahnfleisch anschwellen, ungünstige Bakterienstoffwechselprodukte können leichter in den Körper eindringen. Die Schwangerschaftsgingivitis ist eine spezielle Form der Parodontitis.

Knirschen Sie oder Ihr Partner in der Nacht mit den Zähnen? Dann bauen Sie unbewusst Stress ab. Dies kann äußerst unangenehme Folgen haben, weil durch das Zähnenknirschen oder –pressen der Halteapparat der Zähne durch Überbelastung maßgeblich geschädigt werden kann. Die Gingiva wird dann nur schlecht durchblutet – Zahnfleischschwund ist die Folge.

Eitriges Zahnfleisch

Hat sich das Zahnfleisch entzündet, kann sich eine Eiterblase am Zahnfleisch bilden. Eine Zahnfistel oder Eiter im Zahnfleisch deuten darauf hin, dass ein Nerv im Zahn abgestorben ist. Die an der Zahnwurzel befindlichen Bakterien suchen nun einen Ausgang.

Befindet sich der Körper im Kampf mit einer Infektion am Zahnfleisch, wird sich eine Fistel, also eine Eiterblase am Zahnfleisch bilden. Dieser Eiter will nun austreten. Dadurch entsteht ein oftmals sehr unangenehmes Druckgefühl, kein wirklicher Schmerz. Unbehandelt wird die Eiterblase solange weiterwachsen, bis sie aufplatzt.

Mit Eiter im Zahnfleisch ist also nicht zu spaßen. Wenn Eiter Zahnfleisch befällt, muss dafür gesorgt werden, es schnellstmöglich zu entfernen.

FAZIT:

Nehmen Sie die Zahnpflege ernst, putzen Sie regelmäßig und vor allem richtig.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie sich die richtige Zahnputztechnik beim nächsten Zahnarztbesuch noch einmal zeigen. Verwenden Sie milde Mundpflegeprodukte und achten Sie auf eine gesunde Ernährung. Entdecken Sie bei sich dann doch einmal geschwollenes Zahnfleisch, zögern Sie den Arztbesuch nicht hinaus. Übrigens: Eine rechtzeitig behandelte Gingivitis kann geheilt werden. Und Sie können mit Ihrem schönsten Lächeln weiter durchs Leben gehen.

Empfehlung

Damit Sie nie Probleme mit Ihrem Zahnfleisch oder gar Zahnfleischrückgang bekommen, ist es empfehlenswert, die Zähne mit einer Ultraschallzahnbürste zu putzen. Gerade wenn Sie feststellen, das Zahnfleisch geht zurück und ist geschwollen oder Sie entzündetes Zahnfleisch haben, kann eine Ultraschallzahnbürste fast “Wunder” wirken.

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Zahni

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