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Anleitung zur richtigen Zahnreinigung und Zahnpflege

Gesunde Zähne sind ästhetisch schön. Niemand schaut immerhin gerne einem Menschen beim Lachen zu, dessen Zähen verfärbt sind, schief im Mund stehen oder gar fehlen. Die Mundgesundheit ist daher ein wichtiges Thema – Bei Erwachsenen wie auch bei Kindern. Die Aufklärungsarbeit hat in den letzten Jahren zugenommen. Schon im Kindergarten werden Kinder von ihren Erzieherinnen dazu angehalten, sich nach dem Essen die Zähne zu putzen.




Trotzdem passiert es aber vor allem Erwachsenen immer wieder, dass sie keine richtige Zahnreinigung betreiben. Manchmal geschieht dies aus Unwissenheit, manchmal aber auch aus Faulheit. Spätestens beim nächsten Zahnarztbesuch, wenn dieser einem wieder Ratschläge zur richtigen Zahnpflege gibt oder sogar wegen eines Lochs bohren muss, wird einem klar, wie wichtig der Erhalt der gesunden Zähne ist. Die Zahnpflege beginnt dabei beim Kauf der Zahnbürste. Diese Anleitung gibt daher Tipps zum Kauf der richtigen Bürste wie auch zur Putztechnik und zur Verwendung von Hilfsmitteln wie Zahnseide.

Der Kauf der Zahnbürste

Wer im Supermarkt vor dem Regal mit den Zahnbürsten steht, ist von der Auswahl regelmäßig überfordert:

Die richtige Zahnbürste ist wichtig, damit das Zahnfleisch beim Putzen nicht verletzt wird

Die richtige Zahnbürste ist wichtig, damit das Zahnfleisch beim Putzen nicht verletzt wird

Mit dicken Borsten, mit dünnen Borsten, als X angeordnet, mit Schwenkkopf oder ohne – die Varianten sind schier endlos. Dabei ist es im Grunde nicht wichtig, wie nachgiebig der Bürstenkopf ist. Wichtig sind nur die Borsten an sich: Diese sollten aus Kunststoff bestehen und abgerundet sein, damit das Zahnfleisch beim Putzen nicht verletzt wird.

Wenn die Borsten der alten Zahnbürste ausgefranst aussehen, ist es Zeit für eine neue. Generell sollte dieses Pflegemittel alle zwei bis drei Monate gewechselt werden. Bei einer elektrischen Zahnbürste ebenfalls; bei dieser gibt aber oft die Färbung der Borsten Aufschluss darüber, wann ein Wechsel des Kopfes ansteht.

Zahnpasta für guten Mundgeruch

Beim Kauf der Zahnpasta ist nicht fiel falschzumachen, beschreibt ein Ratgeber der Universitätsmedizin Greifswald. Hier gilt der persönliche Geschmack: Wer es gerne scharf mag, sollte beispielsweise nach einer Mentholpaste greifen – diese sorgt zusätzlich auch für einen frischen Atem.

Nur auf den Fluoridgehalt sollten die Käufer achten: Ist dieser hoch, bedeutet es einen zusätzlichen Schutz vor Karies. Es gibt auch sogenannte Zahnpasten, die die Zähne weißer machen sollen. Diese sind mit Vorsicht zu verwenden. Im Normalfall enthalten sie eine erhöhte Konzentration an Schleifkörpern, durch die die Zähne nach und nach abgeschliffen werden.

Die Putztechnik für saubere Zähne

Im Kindergarten und in der Schule lernen Menschen die kreisende Technik, die viele bis zum Erwachsenenalter beibehalten. Schlecht ist diese Technik nicht, allerdings wird der Belag dabei nicht optimal entfernt. Besser ist es, diesen abzurütteln und dann wegzuwischen.

Dabei wird die Zahnbürste laut stern.de in einem Winkel von etwa 45° an den Zahnfleischsaum gesetzt. Der Putzende übt leichten Druck auf die Büste aus und rüttelt dann an dieser. Danach wischt er mit der Bürste von rot (Zahnfleisch) nach weiß (Zahn).

So werden die gelösten Beläge effizient von den Zähnen entfernt. Diese Technik sollte an allen Außen- und Innenflächen der Zähne wiederholt werden. Auf den Kauflächen der Backenzähne reicht die Rütteltechnik meist aus.




Die Dauer des Putzvorgangs

Ungefähr drei Minuten sollte ein Putzvorgang dauern, so die allgemeine Annahme. Wer nicht so lange vor dem Spiegel stehen möchte, kann die Zeit aber auch um eine Minute verkürzen – zweimal zwei Minuten am Tag seien ausreichend nach welt.de.

Wichtig dabei ist aber, dass das Putzen im Vordergrund steht und jeder Zahn bedacht wird – ein zweiminütiges Hin- und Her schrubben auf den vorderen Zähnen sorgt immerhin nicht für Sauberkeit bei den hinteren. Langes Zähneputzen, um an wirklich alle Stellen im Mundraum zu denken, ist allerdings nicht hilfreich. Dadurch steigt das Risiko, Zahnfleisch und Zahnschmelz zu verletzen.

Zahnseide für die Zahnzwischenräume

Es gibt 30 Zahnzwischenräume in einem erwachsenen Gebiss.

Mit Zahnseide lassen sich die Zahnzwischenräume sehr gut reinigen

Mit Zahnseide lassen sich die Zahnzwischenräume reinigen

Diese werden mit der Zahnbürste nicht oder nur unzureichend gesäubert, weswegen Hilfsmittel angebracht sind; Zahnseide ist dabei das bekannteste. Die Anwendung dieses Putzmittels birgt aber eine Verletzungsgefahr.

Die Technik sieht so aus, dass die Seide zwischen die Zähne gelegt und dann von unten nach oben geführt wird. Der häufigste Fehler in der Anwendung ist eine zu hohe Spannung des Fadens: Die Zahnseide ist scharf, sodass sie straff gezogen schmerzhaft ins Zahnfleisch schneiden kann.

Zähne, die Amalgamplomben haben, haben außerdem scharfe Kanten, an denen Reste der Zahnseide zurückbleiben können. Diese werden beim Kauen später ins Zahnfleisch gedrückt und sorgen für Verletzungen. Es ist daher wichtig, dass dieses Putzmittel vorsichtig angewendet wird. Wem dies zu gefährlich ist, kann aber auch auf Zahnzwischenraumbürsten zurückgreifen.

Putzen mit Zahnzwischenräumbürsten

Diese Bürsten sind länglich und sehr dünn, sodass sie in die Zahnzwischenräume hinein gelangen. Sie werden im Fachjargon Interdentalbürsten genannt.

Die Anwendung ist relativ einfach: Sie werden zwischen die Zähne geführt, ein paar Mal hin- und her bewegt und wieder herausgenommen. Die Verletzungsgefahr ist relativ niedrig.

Das am Anfang auftretende Zahnfleischbluten entsteht durch entzündetes Zahnfleisch. Dieses ist durch den Belag der Zähne sehr empfindlich, wodurch es mit Bluten anfängt. Bei regelmäßiger Anwendung hört dies aber nach ein paar Tagen auf.

Auch mit den Interdentalbürsten sind 30 Zahnzwischenräume zu putzen. Da nicht alle Räume gleich groß sind, lohnt es sich, verschiedene Größen zu kaufen. Am besten ist es, beim Zahnarzt nachzufragen, welche Bürsten sich für einen eignen.

Eine gute Alternative zur Interdentalbürste ist eine Munddusche. Mit einer Munddusche optimiert man die tägliche Zahnpflege durch eine hervorragende Zahneinigung. So wird das Zahnfleisch geschützt und gestärkt und man beugt so einer drohenden Parodontitis vor.




Vorsorge für gesunde Zähne

Das Zähneputzen alleine reicht meist allerdings nicht zur Vorsorge.

Gesunde Zähne sorgen für ein strahlendes Lächeln - die Vorsorge ist deswegen wichtig

Gesunde Zähne sorgen für ein strahlendes Lächeln – die Vorsorge ist deswegen wichtig

Trotz der sorgfältigsten Pflege kann es passieren, dass eine Entzündung oder sogar Karies entsteht. Eine regelmäßige Untersuchung beim Zahnarzt ist daher zur täglichen Zahnpflege notwendig.

Besonders im Hinblick auf die meist im Alter anfälliger werdenden Zähne kann sich außerdem eine Zahnzusatzversicherung lohnen.

Bei dieser erhalten Patienten je nach Leistungsumfang eine anteilige bis zu einer vollen Kostenerstattung auf zahnärztliche Leistungen, wie auf ErgoDirekt dargestellt.

Da diese Versicherungen meistens auch anteilig die Kosten einer Prophylaxe-Maßnahme übernehmen, lohnt sich dies sogar für Menschen, die gesunde Zähne haben.

Unter diesen Maßnahmen ist beispielsweise eine professionelle Zahnreinigung zu verstehen. Jeder sollte diese ein- bis zweimal im Jahr vom Zahnarzt durchführen lassen.

Dabei werden nicht nur die Zähne und Zahnzwischenräume von allem Belag befreit, sondern auch der möglicherweise vorhandene Zahnstein entfernt. Zahnstein kann alleine zu Hause durch Putzen nicht gelöst werden, außer Sie benutzen eine Ultraschallzahnbürste. Diese arbeitet so ähnlich wie das Ultraschallgerät, das der Zahnarzt benutzt.

Zusammen mit einer sorgfältigen Mundreinigung von zweimal zwei Minuten am Tag und dem regelmäßigen Besuch beim Zahnarzt inklusive der Prophylaxe-Maßnahmen stellt die Zahngesundheit für die meisten Menschen kein Problem mehr dar.

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Zahni

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