/* */

Weisheitszähne OP und die Schmerzen beim Ziehen

Weisheitszähne können starke Schmerzen verursachen

Weisheitszähne können starke Schmerzen verursachen

Weisheitszähne werden auch Achter genannt, weil sie zusätzlich zu den sieben normalen Zähnen jedes Kieferquadranten angelegt sind.
Über Jahrhunderte hinweg hat sich das menschliche Gebiss zurückgebildet. Dies liegt vor allem daran, dass wir  hauptsächlich weiche, durchgegarte Nahrung zu uns zu nehmen.

So haben die Weisheitszähne in der unteren und oberen Zahnreihe nicht mehr genug Platz und drücken gegen den Knochen, die Haut und den benachbarten Backenzahn.
Dies kann zu erheblichen Weisheitszähne Schmerzen und Entzündungen führen. Da die Weisheitszähne aufgrund ihrer gestörten Entwicklung auch nicht die gleiche Kaufunktion ausüben können wie die anderen Zähne im Ober- und Unterkiefer, steigt das Karies- und Parodontose-Risiko der Weisheitszähne erheblich.




Die Folge davon ist, dass die Karies auch auf Nachbarzähne übergreifen kann. Auch Zysten, flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, die das umliegende Gewebe und auch den Kieferknochen schädigen können, gehören zu den gefürchteten Komplikationen von Weisheitszähnen.

Bei Jugendlichen, die eine kieferorthopädische Behandlung hinter sich haben, können Weisheitszähne, die zu wenig Platz im Kiefer haben, auch dazu führen, dass sich die Zahnstellung im Kiefer wieder verschlechtert. Oft bleibt dann nur, die Weisheitszähne ziehen zu lassen, damit endlich wieder Ruhe im Kiefer einkehrt.

Welche Symptome deuten darauf hin, dass die Weisheitszähne raus müssen?

Weisheitszähne Symptome äußern sich meist in Schmerzen oder Schwellungen im Bereich des hinteren Ober- und Unterkiefers, die vielfach nicht konkret zugeordnet werden können. Weisheitszähne Schmerzen werden fälschlicherweise oft den benachbarten Backenzähnen, den Siebernern, zugeschrieben, da Weisheitszähne Schmerzen oft schon auftreten, bevor die Weisheitszähne überhaupt durchgebrochen sind und man von ihrer Existenz im Kiefer noch nicht einmal etwas ahnt.

Stellt man Schwellungen im Bereich der hinteren Backenzähne fest, vor allem im Unterkiefer, haben diese oft ihre Ursache in Weisheitszähnen, die mit einer Schleimhaut-Kapuze überzogen sind, unter der sich Speisereste ansammeln und die Schwellung und Weisheitszähne Schmerzen verursachen. Dies kann zu einer starken Entzündung, manchmal sogar zu einer Kiefersperre führen, so dass der Patient den Mund nicht mehr vollständig öffnen oder schließen kann.

Gründe für eine unabdingbare Entfernung der Weisheitszähne sind vor allem wiederkehrende Entzündungen in der Umgebung des Weisheitszahnes, sogenannte Schlupfwinkelinfektionen. Auch  

  • Karies
  • Wurzelentzündungen
  • Zysten oder Abszesse
  • sowie krankhafte Veränderungen am Nachbarzahn

sind Gründe dafür, Weisheitszähne ziehen zu lassen.




In einzelnen Fällen – wenn beispielsweise zu wenig Platz im Kiefer ist und der Weisheitszahn die übrigen Zähne zusammenschieben würde – ist es manchmal sogar günstiger, einen Nachbar-Backenzahn zu entfernen, wenn dieser beispielsweise bereits eine große Füllung hat oder stark kariös ist. Dies gilt aber nur, wenn am Weisheitszahn selbst keine Entzündung vorliegt.

Wenn auch Hausmittel wie ein eiskalter Kamillenteebeutel, der den Schmerz und die Schwellung verringern und die Entzündung hemmen kann, nichts mehr nützen, dann ist es wohl höchste Zeit, die Weisheitszähne entfernen zu lassen. Denn bei anhaltenden Beschwerden besteht das Risiko, dass die Wurzel des benachbarten Zahnes für immer geschädigt wird.

Die Weisheitszähne entfernen lassen kann man – je nach ihrer Lage, ob sie schon durchgebrochen sind oder noch im Kiefer liegen und ob sie stark verästelte Wurzeln haben – beim Zahnarzt sowie beim Oral- oder Kieferchirurg.

Der Extraktion der Weisheitszähne geht eine umfassende Untersuchung beim Zahnarzt voraus, die auch eine Röntgenaufnahme beinhaltet. Anhand dieser Aufnahme kann der Zahnarzt die Weisheitszähne, die Form der Wurzeln und deren Position im Kieferknochen näher bestimmen und einen entsprechenden Behandlungsplan aufstellen.

Keine Angst vor der Weisheitszähne OP

Steht fest, dass einer oder mehrere Weisheitszähne gezogen werden müssen, sollte man möglichst bald einen Termin zur Weisheitszähne OP ausmachen. Viele Zahnärzte empfehlen, nicht alle vier Weisheitszähne bei einer Weisheitszähne OP entfernen zu lassen, sondern in zwei Schritten vorzugehen.

Jeweils die beiden Weisheitszähne ziehen im oberen und unteren Quadranten auf der einen Seite, einige Zeit später dann auf der anderen Seite, um die nach diesem Eingriff doch nicht unerhebliche Einschränkung der Lebensqualität beim Trinken und Essen in vertretbaren Grenzen zu halten.

Die OP wird meist ambulant durchgeführt. Vor der Weisheitszähne OP erhält man entweder eine Lokalanästhesie, also eine örtliche Betäubung, oder – auf Wunsch des Patienten oder bei einem erwarteten größeren Eingriff – eine Kurznarkose, eine sogenannte Lachgasanalgesie.

Eine solche Kurznarkose eignet sich vor allem für Angstpatienten, die sich ihre Weisheitszähne entfernen lassen möchten, ohne dass sie etwas von der Weisheitszähne OP mitbekommen und ohne Schmerzen zu verspüren. So kann auch der Zahnarzt besser arbeiten, wenn er weiß, dass der Patient stillhält und komplett entspannt ist.

Bei der Operation wird zunächst der Weisheitszahn freigelegt, der Knochen so weit wie nötig abgetragen, der Zahn extrahiert und die Wunde dann wieder vernäht. Im Falle einer örtlichen Betäubung kann der Patient schon bald nach dem Eingriff nach Hause entlassen werden. Hat er eine Kurznarkose bekommen, sollte er noch circa zwei bis drei Stunden im Aufwachraum der Praxis bleiben, sich dann abholen lassen und 24 Stunden lang aufs Autofahren verzichten.

Essen und Trinken nach der Weisheitszähne OP

Trotz Entfernung der Weisheitszähne essen – das geht natürlich! Hat man die Weisheitszähne OP gut überstanden und liegt erleichtert zu Hause auf der Couch, sollte man aber dennoch noch ein paar Tage mit dem Essen und Trinken aufpassen.

Da sich nach dem Weisheitszähne ziehen in der frischen Wunde ein Blutpfropf bildet, aus dem nach einer gewissen Zeit Bindegewebe und neue Knochenmasse entsteht, sollte man nach der Weisheitszähne OP etwa zwei bis drei Tage lang

  1. nichts Heißes zu sich nehmen und
  2. sich vor allem mit weicher Kost ernähren.
  3. Der Mund sollte nur mit Wasser, nicht mit einer Mundspüllösung gespült werden.
  4. Auch auf Zigaretten sowie krümelige Nahrung wie beispielsweise Nüsse muss man verzichten, um die Entzündungsgefahr in Grenzen zu halten.
  5. Auch Sport kann zu Nachblutungen führen und sollte in den ersten Tagen vermieden werden.

Wenn die Wirkung der Betäubung nachlässt und die Wunde noch etwas schmerzt, helfen Schmerzmittel gegen Weisheitszähne Schmerzen nach der OP, die gleichzeitig auch entzündungshemmend wirken.

Wie kann man die Schwellung nach dem Entfernen der Weisheitszähne lindern?

Die Weisheitszähne Schwellung ist eine ganz normale Reaktion des Körpers auf einen Weisheitszähne OP und schlimmer, als sie aussieht. Eine Weisheitszähne Schwellung kann mehr oder weniger ausgeprägt sein und variiert je nach Patient auch in der Dauer von einem bis zu mehr als sechs Tagen.

Damit die Weisheitszähne Schwellung nicht gar zu schlimm wird, sollte man sich schon vor der Weisheitszähne OP einige Kühlpads im Gefrierschrank lagern, die direkt nach dem Eingriff – am besten mit einem Handtuch – auf den Kiefer gelegt werden können.

Auch Kühlakkus, Eisbeutel oder kalte Waschlappen helfen die Weisheitszähne Schmerzen und Schwellungen zu lindern. Dabei sollte man immer nur kurz kühlen und den Eisbeutel dann wieder vom Kiefer nehmen, um eine Unterkühlung zu vermeiden. Nach einer Anästhesie merkt man es selbst nämlich nicht immer, wenn die Kühlung zu stark wird.

Verfärbt sich die Haut am Kiefer ins Bläuliche, Lila oder Grün, ist auch das eine normale, durch Hämatome ausgelöste Reaktion, die mit der Schwellung nach ein paar Tagen wieder verschwindet. Falls dies nicht der Fall sein sollte, ist es angeraten, noch mal den Zahnarzt aufzusuchen, der die Weisheitszähne OP vorgenommen hat. Dieser kann am besten beurteilen, ob die Beschwerden noch im Bereich des Normalen liegen oder Komplikationen aufgetreten sind.




Kann man Weisheitszähne auch unter Vollnarkose ziehen lassen?

Wer unter einer extremen Zahnarztphobie leidet und schon Schweißausbrüche bekommt, wenn er nur zur halbjährlichen Kontrolle beim Zahnarzt muss, der kann sich bei der Weisheitszähne OP auch für eine Vollnarkose entscheiden.

Weisheitszähne ziehen lassen unter Weisheitszähne Vollnarkose ist jedoch nicht die Regel, denn meist wird die Weisheitszähne OP als ambulanter Eingriff mit örtlicher Betäubung oder einer Kurznarkose durchgeführt. Dies vor allem, wenn auf dem vorher erstellten Röntgenbild keine größeren Schwierigkeiten bei der Operation zu erwarten sind.

Weisheitszähne entfernen – deckt das auch eine Zahnzusatzversicherung ab?

Wenn die Weisheitszähne schon durchgebrochen sind, können sie wie jeder andere Zahn auch ganz normal gezogen werden. Sind sie jedoch nur teilweise oder gar nicht durchgebrochen und liegen noch im Knochen, ist ein chirurgischer Eingriff und eine kleine OP nötig. Wer seine Weisheitszähne ziehen lassen muss, kann davon ausgehen, dass die Kosten dafür und auch für die örtliche Betäubung oder die Kurznarkose von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, wenn die Notwendigkeit einer Extraktion der Weisheitszähne vom Zahnarzt bestätigt wurde.

Dies gilt jedoch nicht unbedingt für eine Weisheitszähne OP unter Vollnarkose. Wer sich für eine Vollnarkose entscheidet, ohne dass medizinische Gründe dafür vorliegen, wird als gesetzlich Versicherter die Kosten dafür selbst tragen müssen. Anders verhält es sich, wenn der Zahnarzt plausibel begründen kann, dass die Vollnarkose aus medizinischen Gründen notwendig ist. Dies kann zutreffen, wenn alle vier Weisheitszähne auf einmal gezogen werden, Komplikationen zu befürchten sind oder Unverträglichkeiten gegen das Betäubungsmittel bestehen.

Wenn dann auch noch der Gesundheitszustand des Patienten nicht gegen eine Vollnarkose spricht, kann in diesen Ausnahmefällen die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine Vollnarkose übernehmen. Falls nicht, springt in manchen Fällen die Zahnzusatzversicherung ein.

Diese muss man allerdings schon lange vor dem geplanten Eingriff abgeschlossen haben, denn eine solche Zahnzusatzversicherung greift meist nur in solchen Fällen, in denen der Vertrag unterschrieben wurde, bevor der Eingriff überhaupt absehbar war und bevor ein Heil- und Kostenplan vom Zahnarzt erstellt wurde. Wünscht der Patient ohne medizinische Indikation nur aus Angst vor der Operation eine Vollnarkose, kann es vorkommen, dass die private Zahnzusatzversicherung ein Gutachten eines Facharztes für psychotherapeutische Medizin verlangt, das bestätigt, dass der Patient unter einer Zahnbehandlungsphobie leidet.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 4.5/5 (18 votes cast)
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: +6 (from 6 votes)
Weisheitszähne OP und die Schmerzen beim Ziehen, 4.5 out of 5 based on 18 ratings

About the author

Zahni

Leave a comment: